Praktisches
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Ansteckblume 1928

Hier eine kleine Anleitung für Ansteckblumen aus dem Jahre 1928. Diese wurden gerne üppig an Abend- und Tanzkleidern drapiert. Gerne asymmetrisch, an der Hüft- oder Schulterpartie des Kleides.

„Die anmutigen Blüten, zum Anstecken an ein Festkleid bestimmt, können aus Seidenresten leicht nachgearbeitet werden. Für die einer Chrysantheme ähnelnde Blüte braucht man Vierecke die 10×10 cm groß sind. Chinakrepp oder Chiffon ist hierfür besonders geeignet. Die gegenüberliegenden ecken des Vierecks legt man aufeinander und schneidet fünf mal in gleichbreiten Abständen ein (Abb.a). Dann löst man die Streifen, wie die punktierten Linien auf Abb. b angeben, voneinander und erhält dadurch zwei ineinander greifende Teile mit je drei Streifen, die unten etwas abgerundet werden. Die Ränder sind mit Daumen und Zeigefinger einzurollen (Abb. c). Die eingerollten Teile näht man an der oberen Spitze so übereinander, dass die Streifen nach allen Seiten fallen. 6-8 Teile werden an das Ende eines Streifens genäht, wodurch die Blüte etwas länglicherscheint.

Die zweite Blüte, eine Nelke, wird aus doppelt gelegten Schägstreifen gearbeitet, die für jedes Blütenblatt 3,5 cm breit, am unteren Rande 4 cm und am obereb Rande 8 cm lang sind (Abb. d). Die gegeneinandergeschlagenen Seitenränder wie auch der obere Rand sind Abbildungsgemäß mit nicht zu dichten Stichen zu umfangen (Abb.e). Zwischen jedem dieser Stiche liegt ein kleiner Vorstich. Bei straffgezogenem Faden bilden sich kleine Köpchen, die wie die gefiederten Blätter der Nelken wirken. Am unteren Rande eingereiht, näht man die Blütenblätter nebeneinander auf ein rundes, mit Seide bezogenes Stück Steifmull (Abb. f). Bei jeder Runde näht man die Blätter, etwa 14-15 Stück, versetzt auf die darunterliegenden.“

Die Beschreibung ist wahrlich blumig. Aus den Bildern erklärt sich vieles von selbst.

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