Alle unter Filz verschlagworteten Beiträge

Zwei moderne Filzkappen aus alten Herrenhüten hergestellt

Ein kleiner Nachtrag zum Thema Kappen bzw. noch eine praktische Variante zur Herstellung: „Manche unserer Leserinnen kann und will sich zum Herbst und Winter keinen neuen Hut kaufen und wird daher erfreut die hier gezeigten Vewandlungsmöglichkeiten von Herrenhüten in flotte Damenhüte begrüßen. Die moderne Kappe ist die Form, der sich ein Herrenhut besonders gern gefügig macht. Die links stehende Kappe wurde aus dem daneben stehenden Herrenhut aus schwarzem Filz, die andere aus schwarzem Velours-Herrenhut gearbeitet. Man lässt sich zunächst in einem Herrenhutgeschäft den Kniff des Hutkopfes ausbügeln und schneidet nach Abtrennen des Hutbandes die Krempe ab und von dieser den mit Hand eingefassten Außenrand fort. erweist sich bei der Anprobe der Hutkopf als zu groß, so hält man ihn beim Verarbeiten hinten leicht ein, ist er aber zu klein, so dehnt man ihn über heißem Wasserdampf. Zu der Kappe (Abb.1) wird die Krempe, wie Abb. 1b zeigt, in vier gleiche Teile geschnitten, die dem Kopf nach Abbildung aufgearbeitet werden. Eine flotte Note gibt der Kappe gleichfarbiges, in Schlupfen gelegtes Ripsbändchen, das man der Abbildung entsprechend …

Der neue Winterhut aus Stumpen! 1931

„……. Und heute kann jede Frau, ob alt , ob jung mit einem Hut aus einer Stumpe gut aussehen, den sie selbst ohne viel Mühe, nur mit etwas Geschick zurechtmacht. Es kommt lediglich auf etwas Mut an, denn die Filzstumpe muss mit der Schere bearbeitet werden. Stecknadeln und Heftstiche tun das übrige. Ist nun für wenig Geld so eine formlose Stumpe erstanden, hat man sich darüber klar zu sein, will man einen Hut mit Rand oder eine das Gesicht fest umrahmende Kappe haben? Bei dem ersten tritt gleich die Schere in Tätigkeit , die den Rand vom Kopf schneiden muss. Meistens sind nun die Köpfe reichlich weit, so dass man ganz willkürlich ein paar Biesen abnäht, die gleichzeitig einen hübschen Schmuck bilden, da dass jede andere Garnitur überflüssig wird. Ist dies geschehen, wird der Rand angesteckt, der entweder durch herausschneiden eines Stückes, durch Übereinanderlegen der durchschnittenen offenen Ränder oder durch Legen kleiner Fältchen in seiner Weite vermindert wird. Nun liegt er ganz im Ermessen der Trägerin, den Rand zu biegen, sei er nun aufzuschlagen oder …